Höhere Fachschule für Sozialpädagogik

Interkulturalität in der Pädagogik und der Sozialen Arbeit

Sich verstehen - auch wenn man sich nicht versteht!

Unterschiedliche Kulturen sind längst ein ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Umgang mit verschiedenen Sprachen, Kulturen, Bräuchen und Wertehaltungen wird als selbstverständlich erachtet, aber auch oft als nicht so einfach. Die Sprachbarriere, mangelndes Wissen oder Vorurteile bringen immer wieder Konfliktpotential mit sich. Vor allem im Bereich Soziale Arbeit und Pädagogik ist eine Zusammenarbeit aufgrund von Missverständnissen häufig erschwert. Fachpersonen in diesen Berufsfeldern müssen über vertieftes Wissen zu Migration, Kultur und Integration verfügen.

Mit der Weiterbildung sollen die kulturspezifischen Aspekte, die verschiedenen Dimensionen der Kulturen und das Verständnis für unterschiedliche Kulturen gefördert werden. Dies soll einem konstruktiven, wertschätzenden und kultursensiblen Umgang im (sozial-) pädagogischen Berufsalltag dienen.

Drei verschiedene Weiterbildungssettings, die dem Bedürfnis der Praxis gerecht werden, werden von der HFS Zizers angeboten.

Setting 1: Weiterbildungstag zu einer bestimmten Kultur

In einem ersten Teil des Weiterbildungstages wird kulturspezifisches Wissen im Bezug auf Gemeinsamkeiten und Unterschieden zur eigenen Kultur vermittelt. Was bedeutet es, in zwei Kulturen zu leben? Typische Spannungsfelder werden hervorgehoben und erörtert. Im zweiten Teil bringen die Teilnehmenden Praxisbeispiele mit, an welchen gearbeitet wird.
In einem ersten Durchgang im September 2020 wurden Chancen und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Menschen aus der tamilischen Kultur vermittelt. Im Mai fand der Weiterbildungstag mit Schwerpunkt Ostafrika statt.

Setting 2: Inhouse Schulung, angepasst an die Institution

Kulturvermittlerinnen und -vermittler kommen in die Institution und geben Inputs zum Verständnis des Kulturumfelds der Klientinnen und Klienten. Anschliessend werden fallspezifische Lösungen gemeinsam mit dem Team erarbeitet.

Kosten: 130 Fr. / Coachingstunde

Setting 3: Fallbearbeitung in Gruppen aus kultureller Perspektive

Sich in Ruhe Zeit nehmen, um die Situation der eigenen Klientel vertieft zu analysieren und dabei kulturspezifische Aspekte in den Vordergrund zu rücken. Ziel ist es, die eigenen Klientinnen und Klienten mit Migrationshintergrund besser zu verstehen, was die Sichtweise verändern, aber auch neue Möglichkeiten erschliessen kann im interkulturellen Umgang.

In der Fallbearbeitung wird an den individuell spezifischen Fragestellungen, welche die Begleitung von Klientinnen und Klienten mit Migrationshintergrund betreffen, gearbeitet. Bei der Analyse der Situation wird neben migrationsspezifischen und individuellen Aspekten ein Schwerpunkt auf kulturspezifische Aspekte gelegt. Die erarbeiteten Lösungen und konkreten Umsetzungsschritte sollen anschliessend in der Praxis erprobt und reflektiert werden. Um die angewendeten Lösungen zu überprüfen und weiter differenzieren zu können, werden zwei Fallbearbeitungen in einem Abstand von sechs Monaten empfohlen.

Fallbearbeitung im Einzel- oder Gruppensetting – Schwerpunkt Sri Lanka

Datum und Uhrzeit: auf Anfrage
Ort:                           HFS Zizers
                                  
Leitung:                    Pradeepa Anton, Kulturvermittlerin

Fallbearbeitung im Einzel- oder Gruppensetting – Schwerpunkt Ostafrika

Datum und Uhrzeit: auf Anfrage
Ort:                           HFS Zizers

Leitung:                    Helena Kozelka, Kulturvermittlerin und sozialpädagogische Familienbegleiterin von Migranten

Kontakt für Anfragen und weitere Fragen

Andrea Grossen-Aerni
Dozentin