Höhere Fachschule für Sozialpädagogik

Nachdiplomkurs Traumapädagogik

Studierende des Nachdiplomkurses

Zertifizierung

Der Nachdiplomkurs ist nach den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und dem Fachverband Traumapädagogik (FB TP) konzipiert. Bei Erfüllung der Voraussetzungen (Modulteilnahme, Supervision, schriftliche Falleingabe, erfolgreiches Kolloquium) kann das Zertifikat des Fachverbands Traumapädagogik / DeGPT in Traumapädagogik erlangt werden.

Wichtigste Informationen im Überblick

Inhaltliche Übersicht
  • Einführung in die Psychotraumatologie
  • Diagnostik und traumapädagogisches Verstehen
  • Stabilisierung und erste Hilfe bei Dissoziation und traumatischer Wiedererinnerung
  • Geschichtlicher Hintergrund der Traumapädagogik
  • Traumapädagogische Haltung
  • Reinszenierung
  • Übertragung und Gegenübertragung
  • Bindung und Trauma
  • Trauma und Gruppe
  • Biographiesensible Gesprächsführung in Gruppen
  • Methoden zur Selbstbemächtigung und Förderung der Emotionsregulation und des Selbstverstehens
  • Methoden zur Selbstbemächtigung und Resi-lienzförderung, Förderung der Sinnes- und Körperwahrnehmung
  • Überblick über traumatherapeutische Verfahren
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Traumatherapie und Traumapädagogik
  • Kooperation der Helfersysteme am Beispiel traumasensibler Hilfeplanung
  • Transgenerationale Weitergabe belastender und traumatischer Erfahrungen
  • Kooperation mit dem Herkunftssystem als si-cherer Ort
  • Stabilisierende Strukturen und Rahmenbedingungen für einen sicheren Ort
  • Die Bedeutung der PädagogInnen in der Traumapädagogik
  • Sekundäre Traumatisierung und Burnout
  • Abschied – Bedeutung und Gestaltung von Übergängen
Zeitlicher Ablauf der Fortbildung
  • Modul 1 (04.-08.03.2019)
  • Modul 2 (03.-07.06.2019)
  • Modul 3 (11.-15.11.2019)
  • Modul 4 (16.-20.03.2020)
  • Modul 5 (22.-26.06.2020)
  • Modul 6 (09.-13-11.2020)

Zzgl. 2 Supervisionstage, die vor Ort mit den Teil-nehmerInnen terminiert werden

Zzgl. 1 schriftliche Falleingabe

Zzgl. Planung, Umsetzung, Dokumentation und Präsentation eines traumapädagogischen Pra-xisprojektes

Veranstaltungsort

Hotel Paladina
Via Paladina 18, 6984 Pura TI
Telefon: +41 (0) 91 611 20 00

Veranstalter

Veranstalter ist das Zentrum für Liaison und aufsuchende Hilfen der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der UPK Basel in Kooperation mit der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) Zizers.

ReferentInnen
  • Birgit Lang
    Fachberaterin für Psychotraumatologie, Gestalttherapeutin für Kinder und Jugendliche, Systemische Beraterin, Jugend- und Heimerzieherin
  • Lukas Burger
    Sozialpädagoge HF, Traumapädagoge und Traumazentrierter Fachberater, Schulsozialarbeiter
Kosten

CHF 6‘500.- (zahlbar in Raten)
Zzgl. Kost und Logis (Stand 2018, Änderungen sind vorbehalten)

 

Pro Nacht:

  • Vollpension: EZ ab CHF 135.-; DZ ab CHF 100.-; 4er Zimmer CHF 80.-
  • Tagesgäste: Tagespauschale CHF 30.00 mit Mittagessen und Saalnutzung

Traumapädagogik verstehen wir als eine pädagogische Bewegung, welche die neusten Erkenntnisse der Psychotraumatologie mit deren Auswirkungen auf die Entwicklung und Verhaltensstrategien der Betroffenen berücksichtigt. Traumapädagogik versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, in den sich, basierend auf einer konsequenten verstehenden, wertschätzenden und freudvollen Haltung, viele vorhandene Methoden und pädagogischen Ansätze einbinden lassen. Die Traumapädagogik fokussiert in ihren Verstehensmodellen neben innerpsychischen Abläufen ausdrücklich auf die Wechselwirkung innerhalb von Beziehungen und Systemen. Sie richtet ihre Förderansätze auf Stabilisierung und Selbstwirksamkeit aller Beteiligten aus.

Der Nachdiplomkurs (NDK) richtet sich an alle psychosozialen Fachkräfte.

Voraussetzung zur Teilnahme und Zertifizierung sind 3 Jahre Berufserfahrung nach Ausbildungsabschluss.

Ziele des Nachdiplomkurses

  • Förderung der eigenen Stabilität und Handlungssicherheit in Interaktionen mit schwer belasteten Kindern und Jugendlichen
  • Erhöhung von Freude und Gelassenheit im pädagogischen Alltag
  • Aufbau von diagnostischen Kompetenzen im Erkennen von Trauma-Belastungsfolgesymptomen
  • Erhöhung von Mut und Zutrauen in der Begleitung und Beratung traumatisierter und lebensbelasteter Mädchen und Jungen und ihrer Familien
  • Traumasensible Hilfeplanung im Helfersystem

Kontakt für weitere Fragen und Anmeldung

Maja Diem
Sekretariat
081 307 38 07
eMail